Altsteirer Huhn

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Rassebild Altsteirer

Rassebild Altsteirer

Altsteirer

Ein frühreifes, bewegliches, kräftiges Landhuhn mit guter Legeleistung und Fleischnutzung, sehr zartfleischig, weiße Haut. Eier kunstbrutfest, die Küken sind frohwüchsig, frühreif.

Altsteirer - ein vitales Landhuhn

Altsteirer Hahn wildbraun

Altsteirer Hahn wildbraun

Die Altsteirer sind der leichte Schlag des steirischen Landhuhns. Sie sind frühreife, bewegliche, vitale Landhühner mit guter Legeleistung und zartem Fleisch. Sie verkörpern einen mittelschweren Landhuhntyp von kräftiger Figur und mittlerer Größe. Ihr auffallendes Merkmal ist der Wickelkamm bei den Hennen und der kleine Schopf. Die Hennen sind zuverlässige Brüterinnen und ziehen ihre Küken verlustfrei auf.
Es sollte kein Hahn unter 2,5kg und keine Henne unter 2kg und mit einer Legeleistung von unter 150 Eiern pro Jahr in die Zucht gestellt werden. Das Gewicht der elfenbeinfarbigen Bruteier sollte nicht unter 55g betragen.
Beim Hahn ist die Farbe des Schopfes kastanienbraun. Der Halsbehang mit seinen verdeckten schwarzen Schaftstrichen sowie der Sattelbehang, der Rücken und die Flügeldecken sind rotbraun. Die Hand und Armschwingen sind innen mattschwarz, außen braun, wobei die Außenfahnen der Armschwingen das braune Flügeldreieck bilden. Brust, Bauch, Schenkel, Schwanz und Flügeldecken sind Schwarz mit käfergrünem Glanz ohne andersfarbige Einlagerungen.
Die Henne zeigt im Mantelgefieder eine wildbraune Grundfarbe mit schwarzer Rieselung und scharfer, heller Nervzeichnung. Die Ferdern dürfen keinen hellen Saum zeigen. Der Schopf ist kastanienbraun, der Halsbehang goldbraun mit schwarzer, nicht durchstoßender Schaftstrichzeichnung. Die Brust ist dunkel lachsfarbig, die Schenkel und der Bauch etwas heller und zum After hin ins Graue gehend. Geringe Unterschiede sind in Grundfarbe und Zeichnung gestattet.
Das Altsteirer Huhn ist robust und wetterhart und besonders für die extensive Haltung geeignet.

Farbschläge der Altsteirer Hühner

Altsteirerhenne Wildbraun

Altsteirerhenne Wildbraun

Bis zur Standardisierung durch die Rassegeflügelzüchter waren die Altsteirer Hühner in div. Farbschlägen anzutreffen (wild- und rebhuhnfarbig, rotbraun, weizenfarbig, gelb, blau-goldfarbig, silberhalsig, weiß und gesperbert (Cillier Huhn) und schwarz). Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Farbschläge auf wildbraun und weiß beschränkt. In Klagenfurt/Annabichl gab es allerdings auch eine Herdbuchzucht mit weizenfarbigen Tieren, welche bei den jährlichen Leistungskontrollen in Korneuburg bei Wien stets unter den erfolgreichsten Kontrollgruppen aufschien. Dieser Betrieb fiel allerdings dem Bau das Klagenfurter Flughafens in den Nachkriegsjahren zum Opfer. Der Bestand wurde zwar dem deutschen Sonderverein übergeben, doch von da an verlieren sich die Spuren dieses Farbschlages.

Die Altsteirer Hühner stehen auf der Liste der bedrohten Haushuhnrassen.

Altsteirer weiß

Altsteirer Hühner weiß

Altsteirer Hühner weiß

Die weißen Altsteirer entstanden in der ehemaligen Untersteiermark, dem heutigen Slowenien sowie in den angrenzenden Gebieten aus weißen Landhuhnschlägen. Da ihre Gefiederfarbe in einer fruchtbaren Gegend mit saftig grünen Wiesen kaum Schutz vor Räubern bietet, dürften sie eher in kargen Regionen entstanden sein und dort ihre typischen Merkmale entfaltet haben. Da sie jedoch ganzjährig einen gut gedeckten Tisch vorfanden, war ihr Gewicht von jeher etwas höher als das ihrer wildbraunen Verwandten.

Die weißen Altsteirer präsentieren wie die wildbraunen das Idealbild eines Landhuhnes. Sie zeigen eine elegante, bewegliche, lang gestreckte und walzenförmige Körperform mit kräftiger Bemuskelung und gut ausgebildeter Flügeln.

Altsteirerhühner weiß

Altsteirerhühner weiß

Das Gefieder der weißen Altsteirer ist straffer als das der wildbraunen, die ja auch für die kalte Jahreszeit Vorsorge treffen mussten. Auch in der Standhöhe sind sie erhabener als ihre nördlicheren Verwandten. Ihr Knochengerüst und besonders ihre Beine sind feinknochig. Sie weisen daher einen zarten, höchstens mittelgroßen Kopf und einen eher kurzen weißen Schnabel auf.
Das Gefieder ist rein weiß und sollte auch im Schmuckgefieder des Hahnes keine gelblichen Einlagerungen aufweisen. Die Beine sind hell-fleischfarbig mit seitlich rötlichen Einlagerungen, den "Admiralsstreifen", auch ein Rassemerkmal der Steirerhühner.
Die weißen Altsteirer weisen eine Legeleistung von ca. 170 Eiern pro Jahr mit einem Gewicht von rund 60 Gramm und weißer Schalenfarbe auf. Besonders gute Legerinnen brüten in den beiden ersten Lebensjahren kaum.

Gewicht der weißen Altsteirer

Altsteirerhahn weiß

Altsteirerhahn weiß

Das Gewicht der Hähne beträgt zwischen 2,5 und 3,25, das der Hennen zwischen 2,25 und 2,75 Kilogramm. Als typische Landhühner verlangen sie einen großen Auslauf, auf dem sie sich ihr Futter am liebsten selbst suchen.

Zwerg Altsteirer

Die Zwerg Altsteirer sind eine deutsche Züchtung.
Obwohl die Altsteirer als zu den ältesten Hühnerrassen Mitteleuropas gehörte, begann man mit der Verzwergung erst nach dem 2. Weltkrieg. Die schönen Altsteirer Zwerge wurden somit erst 1961 vom Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter anerkannt. Nach Gründung des Deutschen SV im Jahre 1936 lehnte es der große Förderer Franz Böttcher ab, andere als den wildbraunen Farbenschlag oder die Zwerge anzuerkennen. Dem Altmeister Heinrich Knöll aus Klein- Umstadt ist es zu verdanken, daß es die Zwerg Altsteirer überhaupt gibt.

Im Jahr 1954 begann Zfrd. Knöll mit der Verzwergung unserer Altsteirer. Als Ausgangs Material verwendete er zarte Altsteirer Hennen und einen Zwerg Welsumer Hahn.

Bereits in der 1. Generation fielen Jungtiere mit Schopf, zusätzlich kreuzte er Deutsche Zwerghühner ein. 1958 stellte er erstmals auf der Nationalen in Frankfurt die Zwerg Altsteirer in wildbraun als Neuzüchtung vor. Bis zu Anerkennung durch den BZA im Jahr 1961 hatte Knöll einen beschwerlichen Weg zu beschreiten. Die gewünschte Körperform mit waagerechter Haltung war schnell erreicht, auch mit den fein geschnittenen Kämmen gab es schon mehr Probleme. Die Hennen waren noch zu schlank und schnittig, und durch die Einkreuzung der D. Zwerg Hühner die Steuerfedern reichlich lang. Die Grundfarbe noch ziemlich grau sowie die Rieselung sehr grob. Die Nerv Zeichnung fehlte fast zur Gänze. Jedoch für den Anfang konnte man mit dem Erreichten zufrieden sein. Der entscheidend Durchbruch gelang erst mit einer nochmaligen Einkreuzung von geeigneten Spitzenhennen der Großrasse. Diesmal wurde von Anfang an, gleich auf die wildbraune Grundfarbe sowie der feinen Rieselung und dem deutlichen Nerv höchstes Augenmerk gelegt. Ein weiterer Versuch mit Einkreuzungen von Holländischen Zwerghühnern hatte keinen Erfolg gebracht. Da die Zuchtbasis sehr gering war und nur 2-3 Züchter diese neue Zwerghuhnrasse ausstellten tat man sich mit der Verbreitung sehr schwer. Ein weiterer Nachteil für die schnelle Verbreitung der Zwerg Altsteirer, dass Zfrd. Webers mit den Zwerg Sulmtalern in denselben Jahren die Anerkennung vorbereitete. Bei den Zwerg Sulmtalern waren schnell viele Züchter gefunden, dieser Trend hält sich bis in die heutige Zeit.

Hauptrassemerkmale: Angestrebt wird ein frohwüchsiges der Großrasse verkörperndes Zwerghuhn, mit Betonung auf die Wirtschaftlichkeit. Alle Tiere die zu tief aber auch zu hoch stehen, sollten nicht in die Zucht genommen werden. Die Schenkel sollen doch kräftig und hervortretend erscheinen, die Läufe in ihrer Stärke der Ringgröße angepasst. Die Farbe der Läufe ist fleischfarbig ohne schwarze oder graue Anflüge. Weiters wird ein breiter nach hinten nur leicht abfallender Rücken gewünscht, der in den breiten vollen Schwanz im stumpfen Winkel übergeht. Die Tiefschwarze Besichelung soll in der Feder breit und am Ende gut gerundet erscheinen. Der Kamm des Hahnes ist mittelgroß mit sehr feinen Zacken ( 6-8) und mit einer freistehenden nach oben ansteigenden Kammfahne erwünscht. Eine Stützfalte im Vorkamm ist gestattet und als Garant für den typischen Wickelkamm der Hennen. Hinter dem Kamm befindet sich der aus mehreren länglichen Federn bestehende Schopf. Das Auge ist rot, der Schnabel kurz kräftig und hornfarbig. Die Kehllappen mittelgroß und faltenfrei, Ohrscheiben nicht zu groß, glatt und weiß. Gesicht, Kamm und Kehllappen feurig rot.

Den Kopf der Henne ziert ein etwas größerer Schopf, der jedoch fest aufsitzen muss, m die nötige Sichtfreiheit der Hühner zu gewährleisten. Der Schopf des Hahnes ist braunrot, der Hals und Sattelbehang gleichmäßig von oben bis unten rotbraun gefärbt. Im Halsbehang zeigt sich ein nicht zu stark ausgeprägter schwarzer Schaftstrich. Das Brust, Bauch und Aftergefieder ist schwarz, ohne braune Einlagerungen, braune Einlagerungen in den vorher genannten Federpartien bringt in der Nachzucht bei den Hennen den nicht erwünschten Flitter, Untergefieder hell. Die schwarzen Federpartien beim Hahn werden mit satten Grünglanz gefordert. Die Handschwingen sind auf der Innenfahne schwarz und die Außenfahne der Handschwingen braun gesäumt. Bei den Armschwingen ist die Innenfahne ebenfalls schwarz aber die Außenfahne fast zu Gänze braun, damit beim geschlossenen Flügel das so genannte Flügeldreieck sichtbar wird. Die Flügel sollen den Körper nach hinten möglichst nicht überragen und fest und waagerecht am Körper anliegen. Die Zwerg Altsteirer sind sehr vital und auch flugfreudig. Grobe Fehler: Braune Einlagerungen in Brust, Bauch und Schenkel, fehlendes Flügeldreieck, heller Hals und Sattelbehang. Die wildbraune Grundfarbe ist nur bei den Hennen sichtbar. Ihre Halsfarbe ist goldbraun mit schwarzem Schaftstrich der aber nicht durchstoßen soll. Das Mantelgefieder schwarzgrau mit braunem Ton. Jede Feder mit feiner gleichmäßiger Rieselung und hellem Nerv versehen.

Junghähne die im Jugendgefieder eine schöne Nervzeichnung zeigen, wären für die Hennenzucht die idealen Vererber der Nervzeichnung bei den Hennen. Die Handschwingen bei den Hennen sind schwarzgrau mit feiner brauner Außensäumung und schwarzer Rieselung. Die Armschwingen weisen dieselbe Farbe wie das Rumpfgefieder mit etwas gröberer Rieselung auf. Die Steuerfedern sind schwarz, die beiden oberen Deckfedern braun mit dunkler Rieselung. Oberhals rotbraun, Brustgefieder lachsfarbig mit hellem Nerv versehen. Nach unten lässt die satte Farbe nach und im Afterbereich geht die Farbe ins graubraune über. Grobe Fehler: Zu helle, graue oder rote Grundfarbe, strohiger Halsbehang, fehlende Nervzeichnung, grobe Rieselung.

Grobe Fehler der Rassemerkmale: Grober Knochenbau, Dreiecktyp, kurzer, schmaler oder runder Rücken, flache Brust, zu steile oder flache Schwanzhaltung, tiefer Stand, grober Kopf und Kamm, fehlender Schopf, rote Ohrscheiben, fehlender Wickelkamm bei der Henne, Schilf bei beiden Geschlechtern

Auch die weißen Zwerg Altsteirer wurden von Heinrich Knöll erzüchtet und 1987 vom BZA in Deutschland anerkannt. Leider hat dieser Farbenschlag noch weniger Züchter und auch in Österreich bemühen sich nur 2 Züchter um diesen Farbenschlag. An die Form und Größe sind die gleichen Anforderungen wie bei den wildbraunen zu stellen. Einige Probleme sind derzeit noch in den Kopfpunkten vorhanden, die Steuerfedern sind zum Teil noch etwas länger als bei den wildbraunen. In punkto der weißen Läufe gibt es schon sehr wenig Ausfälle.

Weiße Hühner für die Ausstellungen vorzubereiten ist auch nicht jedermanns Sache. Das Gewicht der Hühner ist im Standard beim 1.0 mit 900 und bei der Henne mit 800 Gramm angegeben. Das Eigengewicht wäre mit 35 g ideal, Schalenfarbe Elfenbeinweiß. Ringgröße: Hahn 13 mm Henne 11 mm

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