Steinhendl oder Stoapipal

Herkunft und Zuchtgeschichte

Steinhendl Küken
Steinhendl Küken G. Jaritz - www.alpenrassen.at

Das Steinhendl ist der letzte noch existierende Vertreter des züchterisch nicht verbesserten mitteleuropäischen Landhuhns im Alpenraum.
Dieser kleine 450 bis 650 Gramm leichte Geflügelschlag hat sein Ursprungsgebiet in der Steiermark und den angrenzenden Regionen in Österreich und Slowenien. Entsprechend robust und ursprünglich sind die kleinen, sehr beweglichen und gut flugfähigen Landhühner. In den rauheren Gebirgslagen der Steiermark wurde das leichte Landhuhn der Ostalpen bereits im 19. Jahrhundert „Steinhendl„ oder „Stoapipperl„ genannt. In der Steiermark ist diese Bezeichnung für zierliche Landhühner auch heute noch gebräuchlich.
Bis in die 1970er Jahre war das farbenfrohe Landhuhn noch häufig auf Bauernhöfen am Südostrand der Alpen anzutreffen. Ihre Robustheit und ihr Freiheitsdrang wurden ihnen im Zuge der Vogelgrippe-Epidemie schlussendlich zum Verhängnis. Traditionell wurden die Steinhühner mehr oder weniger sich selbst überlassen. Gerne verbringen die Tier daher die Nächte auf Schlafbäumen im Hofverband. Die Verunsicherung der Bevölkerung im Zuge der Vogelgrippe und Verbote der Freilandhaltung führten zum beinahe Verschwinden dieses hübschen Landschlages. Heute ist dieser heimische Geflügelschlag beinahe in Vergessenheit geraten. Nur mehr 100-200 Tiere existieren noch am südöstlichen Alpenrand. Vielfach sind die Bestände bereits verkreuzt. Nur mehr wenige Betriebe haben den Landschlag in Reinzucht bis heute erhalten.

Quelle: alpenrassen.at

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